Die Bergpredigt

Text von Gerhard Weber

Diese Auslegung der Bergpredigt (Matt. 5-7) von Gerhard Weber wurde 1983 geschrieben.

Geleitwort von Dr. Christian Zippert

In den letzten Wochen meines Dienstes an Kommunitäten, Schwestern- und Bruderschaften habe ich noch nicht genug Zeit gefunden, die Auslegung der Bergpredigt von Gerhard Weber Abschnitt für Abschnitt in Ruhe durchzulesen. Aber ich weiß schon nach einer vorläufigen Durchsicht, dass sich das lohnen wird – nicht nur wegen des unvergleichlich wichtigen Textes der Bergpredigt, sondern auch wegen der wohltuenden Eigenart ihrer Auslegung.

Ich freue mich an der Kürze der einzelnen Abschnitte, die auf die ursprüngliche Bestimmung für die „Telebibel“ der Kieler Stadtmission im Jahre 1984 zurückgeht. Noch mehr an der Einfachheit der Auslegung. „Ist das nicht ein bisschen zu einfach?“ fragt der Verfasser gelegentlich. Und er antwortet: „Nun, ein Kennzeichen des Lebens und der Worte Jesu Christi war und ist bis auf den heutigen Tag, dass sie einfach sind und dass jeder sie verstehen kann.“ So spricht er auch nicht autoritär, von oben herab, sondern brüderlich – solidarisch auf Augenhöhe. Und unaufdringlich, freundlich, sanftmütig oder, wie er bei der Auslegung der entsprechenden Seligpreisung sagt, „mit sanftem Mut.“ Das macht den Zuspruch, ja auch die Zumutung ermutigend, herausfordernd und tröstend zugleich. Hocherfreulich auch die Alltagsnähe der Auslegung, wobei persönlicher und politischer Alltag nicht voneinander getrennt sind, sondern zusammengehören und ineinander übergehen wie im „wirklichen“ Leben. Ich finde es auch hilfreich, dass die meisten Abschnitte in ein kurzes Gebet übergehen, nur manche mit einer Aufforderung schließen. So lassen sich die in der Auslegung enthaltenen Aufforderungen leichter verwirklichen.

Kurz zusammengefasst: ich halte diese Auslegungen der Bergpredigt für eine wichtige Hilfe zu einem verbindlichen Leben – in einer überschaubaren geistlichen Gemeinschaft, der der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten und auch in einer scheinbar unverbindlichen Kirchengemeinde, besonders dann, wenn sich ihr Leben auch in Gesprächs- und Arbeitsgruppen entfaltet. Ich finde, sie sind nach 20 Jahren nicht weniger aktuell als zur Zeit ihrer Entstehung. Deshalb wünsche ich dieser Sammlung viele aufmerksame und lernbereite Leserinnen und Leser!

Dr. Christian Zippert
Bischof em.
Beauftragter des Rates der EKD
Für Kommunitäten, Schwestern- und Bruderschaften
Marburg, im Herbst 2006

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