Friedenspapier - Peace Paper

Text von Gerhard Weber

Das "Friedenspapier" wurde 1983 von Gerhard Weber geschrieben . Das Papier eklärt den Zusammenhang zwischen Nachfolge, Gerechtigkeit und Frieden.

Das Vorwort des Friedenspapiers

Die vorliegenden Friedenspapiere entstanden Anfang der achtziger Jahre als Reflexion unseres neuen und verbindlicheren Gemeinschaftslebens in Wulfshagenerhütten. Das erste Friedenspapier wurde für den Vierteljahresbericht von CHURCH AND PEACE verfasst. Auf dem Hintergrund der damaligen friedenspolitischen Diskussion um Nachrüstung und Nato-Doppelbeschluß beschäftigte uns die Frage, was die Verpflichtung der christlichen Gemeinde zu einem öffentlichen Friedenszeugnis eigentlich bedeutet. In intensiver gemeinschaftlicher Auseinandersetzung suchten wir nach einer spezifisch biblischen Sicht für ein öffentliches Friedenszeugnis. Dabei wurde uns deutlich, dass es keinen anderen Friedensauftrag als den der Nachfolge Jesu gibt. Wir erkannten, dass die Nachfolge Jesu der eigentliche christliche Friedensauftrag ist.

Diese Botschaft, auf Krieg, Zerstörung und sozialen Zerfall mit einem „Lebensstil des Friedens“ im Sinne der Nachfolge Jesu zu antworten, hat heute an Aktualität nichts eingebüßt. Als Christen sind wir daher zu einer radikalen Umkehr und einem Perspektivenwechsel aufgerufen.

Als christliche Lebensgemeinschaft wollen wir für diese Position einstehen. Unsere bisherigen Erfahrungen in unseren drei Gemeinschaften in Wulfshagenerhütten, in Berlin und in der Ukraine haben uns gelehrt, „dass billiger der Friede nicht zu haben ist, als durch die radikale Umkehr unseres Lebens.“ Diese Position einzulösen bleibt nicht nur tägliche, sondern lebenslange Herausforderung.

Wir veröffentlichen diese Schriften in der Hoffnung, dass die Einladung zu diesem „Lebensstil des Friedens“ auch heute noch Menschen zu bewegen vermag, die sich mit dem status quo nicht abfinden wollen, sondern daran festhalten, dass eine andere Welt nicht nur möglich, sondern auch nötig sei, und die dafür bereit sind, sich selber auf den Weg zu machen.

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