Aufbrüche zum gemeinsamen Leben in 2000 Jahren Kirchengeschichte

Markus Lägel
Ernst von der Recke

Die erste christliche Gemeinde entstand im Rahmen des jüdischen Pfingstfestes. Bei ihm wird das Geschenk der Torah erinnert. Diese enthält eine Anweisung für ein nachhaltiges Zusammenleben von Menschen mit allem, was sie zum Leben brauchen. Die Jünger und Jüngerinnen Jesu erkannten in seinem Leben und Sterben die Erfüllung dieser Weisungen.  An ihm orientierten sie ihr Zusammenleben.

Im Laufe der Geschichte der Kirche gab es immer wieder Aufbrüche, in denen ähnliches geschah. Frauen und  Männer entdeckten die biblischen Schriften neu. Sie erkannten die Grenzen verkrusteter Strukturen und brachten neue Formen verbindlichen Lebens hervor.

Unser Seminar hat das Ziel, den immer wieder neuen Aufbrüchen in der Geschichte der Kirche bis in unsere Gegenwart auf die Spur zu kommen. Wie kann die Entstehungsgeschichte von Gemeinden, Klöstern, Kommunitäten und anderen Gemeinschaften heutige Aufbrüche beflügeln?

17.-19.2.2019 Beginn So. 19.00 Uhr -Di. 18.00 Uhr

Referenten:

Mein Name ist Markus Lägel. Ich bin 1975 in Leipzig geboren. Ich habe eine Ausbildung zum Pastor (Theologisches Seminar Rheinland) und später einen Master in Missional Leadership (York, St. John / For Mission) erworben. Von 1999 bis ca. 2005 war ich Teil des Pastorenteams der Kraftwerk-Jugendkirche in Dresden/Neustadt und der Kraftwerk-Lebensgemeinschaft. Parallel dazu habe ich den Aufbau der kreativen "24-7 Prayer“ Bewegung in Deutschland koordiniert und war als Musiker unterwegs.

Aus der Lebensgemeinschaft in Dresden heraus und im Rahmen von „24-7 Prayer“ gründeten wir 2006 eine Art Lebensgemeinschaftskurs: convers. Inspiriert durch Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ und Impulsen der Herrnhuter Brüdergemeinde war dies ein fünfjähriger Versuch, kommunitäre Strukturen mit kreativen und sozialen Elementen in einem säkularen, nichtchristlichen Kontext zu leben. Seit 2013 arbeitete als Gemeindepädagoge in der Evangelischen Landeskirche. Zunächst in, Ostthüringen und seit Ende 2014 in Berlin, im Märkischen Viertel, beides auf ihre Art und Weise entkirchlichte Gebiete. Ein großer Schwerpunkt besteht daher darin, neue Wege, Formen und Methoden zu Kommunikation des Evangeliums für Menschen zu finden oder zu entwickeln, die nicht mit einer bewussten christlichen Prägung aufgewachsen sind.

Ernst Von der Recke lebt mit seiner Frau Marie-Noëlle in Schöffengrund, Mittelhessen. Sie sind Mitglieder des Laurentiuskonvents, einer ökumenischen Familiengemeinschaft. Ernst (Jahrgang 1950), der evangelische Theologie in Bonn, Basel und Frankfurt studierte, ist drei Jahre Gemeindepastor gewesen, bevor er die Gemeinschaft des Laurentiuskonvents in Laufdorf, Schöffengrund mit aufbaute. Später war er teilzeitig als Betreuer und Erzieher für Menschen mit geistiger Behinderung bei dem Verein Lebenshilfe tätig. Friedensdienst ist das Anliegen, das ihn in allen seinen Aktivitäten bewegt. Durch sein ehrenamtliches Engagement im Arbeitskreis Frieden des Kirchenkreises Braunfels, im der Osteuropa-Partnerschaft des Kirchenkreises Wetzlar sowie im Rahmen des europäischen Netzwerkes Church and Peace pflegt er viele Kontakte auf der lokalen, regionalen und internationalen Ebene.